Es gibt Momente in unserem Alltag in Jevenstedt, in denen die Zeit für einen Augenblick stillzustehen scheint. Kürzlich verwandelte sich unser Wohnzimmer im Haus Dorothee in einen Ort voller Zauber, als die sanften Klänge einer Harfe und die warmen Töne einer Gitarre den Raum erfüllten. In der Pflege nach dem Böhm-Modell wissen wir, dass Musik oft der direkteste Weg zur Seele ist, besonders wenn Worte im Alltag mit Demenz manchmal schwerer zu finden sind. Die Melodien wirkten wie ein Schlüssel zu längst vergessenen Erinnerungen und weckten eine spürbare Lebendigkeit in unseren Bewohnerinnen und Bewohnern.
Was als stilles Zuhören begann, entwickelte sich schnell zu einem Fest der Gemeinschaft, bei dem die Musik die Menschen sichtlich berührte. Es wurde mitgesungen, gelacht und schließlich hielt es viele nicht mehr auf ihren Plätzen. Mitten im Raum entstanden spontane Tanzpaare, die sich im Rhythmus der Saiteninstrumente bewegten und eine Lebensfreude ausstrahlten, die uns alle tief bewegt hat. Solche Augenblicke sind das Herzstück unserer Arbeit, denn sie schaffen emotionale Sicherheit und das Gefühl, wirklich lebendig und verbunden zu sein. Wenn die Harfensaiten klingen und ein Lächeln über die Gesichter huscht, zeigt sich die ganze Kraft der Biografiearbeit in ihrer schönsten Form. Wir blicken glücklich auf diesen Nachmittag zurück, dessen positive Schwingungen noch lange in den Fluren unseres Hauses nachklingen werden.









